Eine weitere Woche ist vorbei. Und ich habe das Gefühl, dass das Ganze langsam etwas Fahrt aufnimmt. So haben wir am gestrigen Freitag den psychologischen Teil des Modul B04 (Kommunikation) bereits abgeschlossen. Leider, wie ich sagen muss, denn das war bisher das Modul, welches mir am meisten Freude bereitet hat. Zwar waren mir die meisten Kommunikationsmodelle schon bekannt, aber es kann ja niemals schaden, die Erinnerung aufzufrischen. Zusätzlich wurde das ganze durch Rollenspiele ja vertieft. Ich hoffe jedoch sehr, dass wir auch in Zukunft in anderen Modellen nicht auf Rollenspiele verzichten müssen, da diese vieles verdeutlichen und der Lernstoff zumindest bei mir dadurch besser hängen bleibt.

Was mich diese Woche ganz besonders freute, war die Tatsache, dass wir den Bereich Lernen lernen am Mittwoch endlich abgeschlossen haben. Zumindest den Unterrichtsteil. Als endgültigen Abschluss soll jeder von uns nun noch ein Referat halten, dessen Thema er/sie komplett frei wählen darf. Die einzige Vorgabe ist die, dass es sich um kein Thema aus dem Gesundheits- oder Pflegewesen handeln darf. Somit wäre ein Vortrag über das Herstellen und Vertreiben von Drogen erlaubt, nicht jedoch über die Auswirkungen und die Therapie von Suchterkrankungen.
Die Referate werden in der letzten Woche vor dem ersten Praxiseinsatz gehalten. Dabei weiß niemand so genau, wann er dran sein wird. Wir müssen eben alle ab dem 15.09. jederzeit damit rechnen. Für mich kein Problem, denn mein Thema kenne ich schon und könnte darüber auch aus dem Stegreif die gewünschten zehn Minuten reden. Also muss ich nur noch ein Handout, eine Präsentation, eine Gliederung und eine Mind-Map anlegen. Gliederung und Mind-Map sollen dann abgegeben werden. Ich hasse Mind-Maps. Erwähnte ich, dass ich froh bin, dass “Lernen lernen” vorbei ist?
Dass am Mittwoch eine Doppelstunde Unterricht wegen Erkrankung der Dozentin ausfiel, machte den Tag irgendwie noch schöner.

Ich erwähnte eben bereits den ersten Praxiseinsatz. Am Freitag bekamen wir alle einen Zettel, auf dem die Termine unseres ersten Praxiseinsatzes, unsere Stationen, unser Urlaub und ein Fehler notiert waren. Zusätzlich noch die wichtigsten Telefonnummern. Zum Beispiel die unserer Stationen, damit wir dort anrufen und uns schon einmal persönlich vorstellen können. Macht ja immer einen guten Eindruck sowas. Laut dieses Zettels haben wir alle am 19.09.2014 einen Urlaubstag. Sozusagen ein langes Wochenende zwischen Schule und Praxis. Blöd ist nur, dass am 19.09. eine der beiden Klausuren für diesen Block angesetzt ist. Da muss wohl die verantwortliche Person noch etwas nachbessern. Unsere Kursleiterin kümmert sich darum, dass dies geschieht. Ich vermute, dass man uns den Urlaubstag lassen wird und dafür die Klausur einfach vorverlegt. Ein ganzer Lerntag weniger also.

Meinen ersten Einsatz habe ich auf einer chirurgischen Station für ambulante und Kurzzeitpatienten. Ich habe zwar keine wirkliche Ahnung, vermute jedoch, dass hier die Aufgaben der Grundpflege und vor allem des Waschens für Vollpflegepatienten eher etwas weniger stark vertreten sein werden. Aber ich lasse das mal auf mich zukommen und gehe ohne große Erwartungen an die Sache heran. Ich denke, dass dies die beste Möglichkeit sein dürfte unvoreingenommen zu sein und möglichst viel Input auch aufnehmen zu können.

Mein zweiter Praxiseinsatz wird übrigens am 24.12. beginnen und bis zum Februar dauern. Weihnachten mit meiner Frau zu feiern dürfte sich damit erledigt haben, da sie über die Feiertage bis zum neuen Jahr verreisen wird und ich aufgrund meines Dienstes logischerweise nicht mitfahren kann. Da ich damit natürlich gerechnet habe, trifft mich das nicht wirklich. Ich werde sehen, dass ich über Weihnachten arbeite und im Ausgleich dann wohl Sylvester frei bekomme. Eventuell lohnt es sich ja, ihr hinterher zu reisen. Wie sang dereinst Rudi Carrell so schön? “Lass dich überraschen!”

In der Kommenden Woche werden wir hauptsächlich die Module “B03 – Wahrnehmen und Beobachten” und “Z01 – Sich und andere bewegen” haben. Also genau die beiden Module, über die wir in wenigen Wochen bereits unsere ersten Klausuren schreiben dürfen. An sich eine gute Sache, denn eine Klausur am Horizont ist wohl die beste Art sich zu verdeutlichen, dass das, was man lernt, auch irgendwann mal gebraucht wird. Ein wenig Sorge habe ich dennoch, denn ab Montag sitze ich durch unser wunderbar dämliches Rotationsprinzip in der letzten Reihe. Das erschwert das ganze auf zweierlei Arten. Zum einen reden einige Dozenten und Mitschüler recht leise, was es schwer macht, alles zu verstehen. Zum anderen haben einige Mitschüler die nervige Angewohnheit während des Unterrichts immer wieder zu quatschen. Dies ist schon störend, wenn es hinter einem passiert, aber findet das zwischen mir und dem Dozenten statt, wette ich darauf, dass letztendlich überhaupt nichts mehr vom Unterrichtsstoff bei mir ankommt. Ich bin wirklich gespannt, wie das werden soll.