Mittlerweile haben wir mehr als die Hälfte des ersten Blockes hinter uns gebracht. Vier Wochen Schule, ein ganzer Monat, liegen hinter uns und mein Ordner mit den Unterlagen ist doch schon recht beachtlich gewachsen. Vor uns liegen jetzt noch drei Wochen, zwei Klausuren und ein Urlaubstag, bevor es dann am 22.09. in die Praxis geht.

Zeit uns auf diesen ersten Praxiseinsatz vorzubereiten. So finden sich im Stundenplan mittlerweile immer mehr Themen, welche für die Praxis wichtig sind. Körperpflege und Blutdruck zum Beispiel. Aber auch das Thema Datenschutz wurde angesprochen. Ist wohl auch besser, bevor der eine oder andere sich da durch unbedachte Äußerungen um Kopf und Kragen bringt. Natürlich auch für mich nicht ganz uninteressant, wobei mir vieles davon bereits bekannt war.

Sehr positiv zu erwähnen finde ich die Tatsache, dass die beiden “neuen” Dozentinnen, die diese Woche zu uns kamen, auf eine Vorstellungsrunde verzichteten. Langsam möchte ich wirklich nicht mehr hören, wer wer ist und in welcher Klinik arbeitet. So verlassen sich diese beiden auf unsere Namensschilder und einen Sitzplan, den sie sich angefertigt haben. Geht doch. Ich hoffe, dass dies auch in Zukunft so fortgeführt werden wird.

Wie ja bereits mehrfach erwähnt, schreiben wir am 18.09.2014 unsere Klausur im Modul Z 01 – Sich und andere bewegen. Der Großteil dieses Moduls wird aus Anatomie bestehen. Da gibt es diverseste Knochen und Muskeln, deren Namen, Lage und Aufgaben wir zu lernen haben. Dozentin hierfür war Frau W., die zwar allgemein als nett empfunden wurde, deren Frontalunterricht nur leider bei den meisten meiner Mitschüler keinen Anklang gefunden hat, was ich persönlich nicht verstehen kann, denn Frau W. hat wirklich Ahnung von dem, was sie uns erzählt. Am Donnerstag hatten wir Frau W. in diesem Modul zunächst das letzte Mal. Es wird also keinen weiteren anatomischen Lernstoff für diese Klausur geben. Wenn man bedenkt, dass wir nur zwei Wochen lang Unterricht in diesem Modul hatten, ist die Menge, die sich angesammelt hat, echt groß.

Aber ich habe mir vorgenommen, alle relevanten Vokabeln, Knochen- und Muskelnamen und ähnliches mittels Vokabeltrainer-App auf dem Handy zu lernen. Da ich ja mittlerweile endlich die Profi-Card bekommen habe, werde ich meinen Schulweg zukünftig ja auch eher mit dem Bus als mit dem Auto zurücklegen und habe dort dann immer kurz Zeit für ein paar kleine Vokabeltests auf dem Smartphone.

Dem geneigten Leser mag es aufgefallen sein. Ja, wir haben endlich unsere Profi-Card bekommen. Es erreichte uns in der Mitte der Woche eine Email, dass diese im Personalbüro abzuholen sei. Die Arbeitszeiten dort sind wunderbar überschneidend mit unseren Unterrichtszeiten, so dass telefonisch ein Termin vereinbart wurde. Dies übernahm eine Mitschülerin.
Der Plan sah also vor am Freitag nach der Schule zur Klinik zu fahren, um dort zum einen die Karte in Empfang zu nehmen und zum anderen gleich mal auf der Station vorzusprechen, auf der ich meinen ersten Praxiseinsatz ableisten werde. Zwei Fliegen mit einer Klappe, so mag ich das.

Natürlich war die Frau, mit welcher der Termin zur Kartenübergabe gemacht wurde, nicht da. Hätte mich auch gewundert. Aber ein freundlicher Kollege händigte uns die Karten los, die sofort gültig waren, obwohl wir ja erst ab September dafür bezahlen. Immerhin ein kleines Trostpflaster dafür, dass wir so lange darauf warten mussten.
Auf der Station hatte keiner wirklich Zeit für uns (eine Mitschülerin, die ebenfalls auf dieser Station anfangen wird, begleitete mich). Aber immerhin bekamen wir die Möglichkeit uns unsere Dienstpläne abzuschreiben. Meiner sieht gar nicht mal so schlecht aus. Wenn ich bedenke, dass einige Mitschüler gleich mit sieben Tagen am Stück beginnen werden, habe ich es gut getroffen.