20140812_130338Ich habe es eventuell bereits erwähnt. In der Schule werden wir nicht nach Unterrichtsfächern, sondern nach themenbezogenen Modulen unterrichtet. Das hat Vor- und Nachteile. Zu den absoluten Vorteilen der Module gehört mit Sicherheit die Tatsache, dass auf dem Stundenplan nirgends Mathematik steht! Erleichterung auf der ganzen Linie.

Der Nachteil liegt meiner Meinung nach darin, dass die einzelnen Module von verschiedenen Dozenten unterrichtet werden und das über die ganzen drei Jahre hinweg. Das führt dazu, dass sich in meinem Ordner schon jetzt eine gewisse Unordnung breit macht. Die verschiedenen Dozenten knüpfen ja nicht direkt aneinander an. Zwischen den einzelnen Bereichen der Anatomie im Modul B 09 (z.B.: zwischen Zellen, Gewebe und Immunsystem) unterrichtet eine weitere Dozentin Hygiene. Hefte ich dies chronologisch ab, frage ich mich jetzt schon, wie sich das aufs Lernen auswirken wird.

Seit dieser Woche haben wir endlich auch das Modul B 03 – Wahrnehmen und Beobachten. Endlich deshalb, weil wir bereits im September eine erste Klausur darin schreiben werden. Es war bisher irgendwie ein seltsames Gefühl eine Klausur drohend am Horizont zu sehen und das passende Modul noch nie gehabt zu haben.

Bisher ist mir jedoch noch nicht ganz klar, wie genau ich mich auf diese Klausur vorbereiten soll, da wir hauptsächlich Gruppenarbeiten machen, deren Ergebnisse auf Karten geschrieben und an der Pinnwand gesammelt werden. Grundsätzlich eine gute und passende Art an das Thema Wahrnehmung heranzutreten, aber eben schwierig auf diese Art zu lernen.

Heute kam unsere Kursleiterin mit einer neuen Idee um die Ecke, welche ihrer Aussage nach an dieser Schule schon immer praktiziert wird. Es geht darum, die Sitzordnung wochenweise zu verändern. Zunächst einmal soll ab morgen die erste Reihe nach hinten wandern und alle anderen eine Reihe aufrücken. Demnach sitze ich dann ab nächstem Montag ganz strebsam in der ersten Reihe. Zusätzlich sollen wir auch noch in der Reihe unsere Sitzordnung immer mal wieder ändern.

Der praktische Nutzen ist auch hier nicht so ganz offensichtlich. Ok, so muss jeder mal in der letzten Reihe sitzen, von wo aus man leise Sprecher nicht versteht und die natürlich dazu einlädt sich ablenken zu lassen.

Einen Nachtrag noch zur Profi-Card, über die ich ja bereits hier berichtet habe. Inzwischen hat sich unser Kontaktlager bemüht, dort eine Lösung zu finden. Leider ohne Erfolg. Tatsächlich werden wir die Profi-Card erst am 01.09. bekommen. Bis dahin sind wir darauf angewiesen uns selbstständig um eine Fahrkarte zu bemühen und die Kosten leider auch selber zu tragen. Wir hatten ja ein wenig die Hoffnung, dass eine offizielle Anfrage durch die Schule den Arbeitgeber doch noch zu einem früheren Aushändigen der Karte bewegen könnte, aber leider vergebens. Irgendwie bin ich froh, dass mein Schulweg nicht besonders weit und damit noch bezahlbar ist.